Brustreduktion: Ablauf und Methoden

Brustreduktion

Der erste Schritt einer Brustreduktion ist ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Facharzt für Plastische Chirurgie. Er wird Sie gründlich über mögliche Risiken informieren und kann anhand von Beispielen besprechen, in welchen Umfang in Ihrem konkreten Fall die Reduktion so gefahrlos und ästhetisch wie möglich durchgeführt werden kann. In vielen Fällen werden Sie anschließend zu einer Mammographie überwiesen. Mit dieser Untersuchungsmethode kann der behandelnde Chirurg sich ein genaues Bild von der Zusammensetzung Ihres Brustgewebes machen und ausschließen, dass unerwartete Operationsrisiken oder Erkrankungen vorliegen. Liegt der Befund vor, vereinbaren Sie einen Termin für den ein- bis zweitägigen Klinikaufenthalt.

Vor der Operation zeichnet der verantwortliche Chirurg die vorab besprochene Schnittführung ein. Für ein optimales Ergebnis erfolgt dieser Schritt, während Sie sitzen oder stehen. Erst danach verabreicht Ihnen der Anästhesist die Vollnarkose für den ein- bis dreistündigen chirurgischen Eingriff.

Die Wahl der Operationsmethoden ist abhängig von den individuellen anatomischen Voraussetzungen. Für eine nur geringfügige Verkleinerung wird der Chirurg Ihnen wahrscheinlich die O-Methode vorschlagen. Hierbei erfolgt ein kreisförmiger Schnitt um die Brustwarze. Durch die entstandene Öffnung wird das überschüssige Gewebe entfernt und zum Abschluss wird die Brustwarze in die perfekte Position gebracht.

Etwas größere Eingriffe können nach der i-Methode (auch: Lejour-Methode, Single Scar-Methode) durchgeführt werden. Hierbei wird zusätzlich zum Schnitt rund um die Brustwarze ein senkrechter Schnitt nach unten geführt. Nach dem Entfernen des überschüssigen Gewebes wird die Brustwarze in die ideale Position gebracht und die Schnitte werden mit resorbierenden Fäden verschlossen.

Bei umfangreichen Reduktionen erfolgt zusätzlich zum vertikalen Schnitt ein anschließender horizontaler Schnitt in der Unterbrustfalte. Je nach Länge wird hier von der L-Methode gesprochen, wenn der Schnitt nur in eine seitliche Richtung gesetzt wird. Erfolgt der Schnitt in beide Richtungen zum Brustbein und zur Körperseite, wird von der Anker- oder T-Methode gesprochen. In der Regel wird bei allen Eingriffen außer Fett- und Brustdrüsengewebe auch überschüssige Haut entfernt und die verbliebene Brust gestrafft.

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